Kurz über Szarvas
Mód.: 2005-02-25
Szarvas liegt im Südosten unseres Landes, in der Mitte der Großen Tiefebene, am Fluss Körös.
 
Dieser Ort und seine Umgebung waren schon in den Jahrtausenden vor der Landnahme bewohnt: in der Chronik von Anoymus wird er als Hirsch-Hügel (Cervino monte) erwähnt. Während der Türkenzeit wurde er fast völlig vernichtet.
 
Baron Johannes Georg Harruckern brachte im Jahre 1722 neues Leben in diese Gegend, als er diesen südöstlichen Landteil mit ungarischen und slowakischen Ansiedlern besiedelte. Seitdem ist diese Kleinstadt mit fast 20.000 Einwohnern zweisprachig.
 
Dieser südöstliche Teil des Landes wird nach den agrarsozialistischen Bewegungen im 19. Jahrhundert als Wetterwinkel genannt.
 
Am Ufer des toten Armes vom Körös liegt das geometrische Zentrum von Ungarn vor Friedensdiktat Trianon, das durch eine Windmühle - Denkmal gekennzeichnet ist. Das ist heute eine geschützte Gedenkstätte.
 
Die Geschichte und der Name von Szarvas als Siedlung ist vom Jahre 1767 von dem evangelischen Pastor Samuel Tessedik untrennbar, der mit seinen Agrareformen unser junger Marktflecken aufblühen liess.
 
Er gründete hier die erse Wirtschaftsschule Europas. Der größte Naturschatz von Szarvas ist der unter der Stadt fließende, 30 km lange, tote Körös, der seit dem Jahre 1888 der tote Arm Szarvas - Békésszentandrás vom Dreier Körös ist.
 
Angesichts der sommerlichen Wasserfläche ist er der fünfte unter den stehenden Gewässern Ungarns. Sein Wasser ist nicht nur für Bewässerung, sondern auch für Sport und Freizeitbeschäftigungen geeignet. Der Wettbewerb "Körös-Cup" wird hier regelmäßig veranstaltet.
 
Am Ufer liegt das im ganzen Europa berühmte Szarvaser Arboretum, unter dessen fünf Baumsammlungen die älteste der von Pál Bolza gegründete Pepi-Garten ist, in dem die Besucher fast 1400 Zierpflanzen bewundern können. Die Sammlungen werden jährlich von 100-120.000 Besuchern besichtigt.
 
Ebenso am Ufer vom toten Körös liegt der Elisabethpark, der seit 1899 den Namen von Königin Elisabeth trägt. Im Park befinden sich Sportplätze, Spielplätze, Campingplätze und Gastwirtschaften. Hier steht das "Lauder-Joint" internationale Jugendlager, das jedes Jahr vielen inländischen und ausländischen jüdischen Jugendlichen zur Erholung dient. Ein heute kaum unentbehrlicher Teil des Elisabethparks ist das Künstlerhaus und die ethnographische Sammlung des weltweit bekannten, mehrfach ausgezeichneten, in Szarvas geborenen Malers, György Ruzicskay. Das Künstlerhaus steht in bestimmten Zeiten zur Verfügung der Besucher.
 
Szarvas ist ein bedeutendes kulturelles und wissenschaftliches Zentrum des Komitats Békés. Seine bemerkenswerte Institutionen sind: Hochschulfakultät für Landwirtschaft, Wasser- und Umweltwirtschaft der Tessedik Sámuel Hochschule, Pädagogische Fakultät der Tessedik Sámuel Hochschule, Tessedik Sámuel Museum, Forschungsinstitut für Fischzucht und Bewässerung, Direktion des Körös-Maros Nationalparks und das Szarvaser Arboretum.
 
Szarvas ist eine agrarische Stadt, ihre Fabrikindustrie spielt keine bedeutende Rolle, die Grundlagen der industriellen Produktion bildet bis heute das Handwerk.
 
In der Geschichte der Stadt spielte mit der Gründung des örtlichen Arboretums die Grafenfamilie Bolza eine hervorragende Rolle, unter ihnen als erster Graf Pal Bolza, dessen Denkmalschloss auch heute ein beliebter Besuchsort ist.
 
Die in Szarvas geborenen, hervorragenden Persönlichkeiten sind: Dr. János Melich, der weltberühmte Professor der Slawistik, Endre Bajcsy-Zsilinszky, ein berühmter Politiker, György Ruzicskay, Maler, Mihály Székely, der erste ungarische Aviatiker, György Melis, Opernsänger, Dr. László Dankó, Erzbischof von Kalocsa, Itámár Jáoz Kest (Péter Keszt) jüdischer Dichter.
 
Dr. László Dankó, Dr. János Melich, György Melis, György Ruzicskay sind auch Ehrenbürger unserer Stadt.
 
 

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Tessedik Sámuel Hochschule Szabadság Str. 2 Szarvas 5540